button zähler

Die Elisabethmühle

Immer einen Besuch wert!

elisabethmuehleDie Elisabethmühle in der Schleusenstraße ist seit fast 10 Jahren der Verwaltungssitz der Stadtwerke Zehdenick GmbH. Die Geschichte der Mühle geht sehr viel weiter zurück in die Vergangenheit. Die Elisabethmühle ist die einzig-erhaltene von allen alten Mühlen am Kolk in Zehdenick.

elisabethmuehle11281 wurde die Mühle erstmals urkundlich erwähnt. Damals noch als Walkmühle bezeichnet, fiel sie 1801 einem Feuer zum Opfer und wurde 1810 wieder aufgebaut. 1822 bis 1840 zählte die Mühle zur Erbpacht der Tuchmacher-Innung. Nach 1840 wurde die Elisabethmühle durch den Kauf vom Kaufmann Friedrich Manger zur Wollspinnerei und Tuchweberei umgewandelt und fortan offiziell "Wollspinnerei" benannt.

elisabethmuehle21876 ging sie in den Besitz des letzten Innungsmeisters der Tuchmacher,der Kaufmann Friedrich Schultze, über. Dessen Sohn Carl Schultze, baute sie 1884 zur Mahlmühle mit Turbinenbetrieb um. Seither heißt sie "Elisabethmühle", zu Ehren seiner Gattin Elisabeth.

elisabethmuehle3Seit 1892 befindet sich eine Anlegestelle unterhalb der Mühle am Mühlenkolk. 1912 erwarb Rudolf Trambow die Mühle. Nachdem sie 1921 ein weiteres Mal in Flammen aufging, wurde sie schöner, geräumiger und moderner wieder aufgebaut und schon ein Jahr später wieder in Betrieb genommen.

elisabethmuehle4Trambow führte 1925 weitere Baumaßnahmen durch, wie z.B. die Errichtung eines großen Mehllagers. 1938 kam dann ein weiterer Lagerschuppen dazu. 1948 wurde die Mühle enteignet und bis 1958 durch den volkseigenen Erfassungs- und Aufkaufbetriebfür landwirtschaftliche Erzeugnisse (VEAB) betrieben. Im Zuge der Zentralisierung wurden der Mühle alle Maschinen und Anlagen entnommen und seither diente sie nur noch als Speicher und zur Trocknung des Getreides. Bis 1990 war die Mühle Umschlagplatz für Getreide der Getreidewirtschaft Gransee.

1999 wurde die Elisabethmühle aufwendig modernisiert und gilt seitdem als Hauptverwaltungssitz der Stadtwerke Zehdenick GmbH.