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Energiespartipps von den Stadtwerken Zehdenick

So sparen Sie richtig

Stromverbrauch prüfen

Es spart zwar noch nicht direkt Strom und damit Geld, wenn man weiß, ob der eigene Stromverbrauch hoch, mittel oder niedrig ist. Aber es kann sehr zum Stromsparen motivieren zu erfahren, dass vergleichbare Haushalte mit deutlich weniger Energie auskommen. Danach gilt es zum Beispiel mit einem Strommessgerät die großen und die heimlichen Stromverbraucher zu entdecken, um geeignete Lösungen für vermeidbaren Verbrauch zu finden. Strom- oder Energiekostenmessgeräte gibt es bereits für unter 20 Euro oder zum Ausleihen beim örtlichen Stromversorger.

Wasserkocher verwenden

Der kocht zwar nur mit Wasser, benötigt dafür aber gegenüber einem Elektroherd deutlich weniger Strom. Das gilt vor allem für Herde mit Gussplatten, aber auch für Glaskeramik-Kochfelder. Ein Wasserkocher erhitzt Wasser weitaus effizienter, weil weniger Abwärme freigesetzt wird. Sinnvollerweise sollte man möglichst nur die tatsächlich benötigte Menge erhitzen. Für sehr kleine Mengen Wasser bis zu einem Viertel Liter, eignet sich auch ein Mikrowellengerät. Wasserkocher bekommt man schon für weniger als 20 Euro.

Stand-by einfach abschalten

Computer, Deckenfluter, Espressomaschine und etliche weitere Geräte können Strom verbrauchen, ohne dass sie eingeschaltet oder konkret in Benutzung sind. Sie befinden sich im Bereitschaftsmodus oder sind nur scheinbar abgeschaltet („Schein-Aus“). Manche haben gar keinen Netzschalter oder er ist nur schwer zugänglich. Wer sich die Mühe macht, mit einem Strommessgerät diese heimlichen Verbraucher zu enttarnen, wird überrascht sein, wo überall unverhältnismäßig viel Strom fließt. Einzelsteckdosen oder Steckdosenleisten zum Abschalten bieten hierfür eine gute Lösung. Für Stromverschwender an schwer zugänglichen Stellen eignen sich ferngesteuerte Funksteckdosen, welche allerdings ebenfalls Strom verbrauchen. Schon für unter zehn Euro findet man Steckdosenleisten und Funksteckdosen.

Automatisch Stand-by abschalten

In Haushalten hängen oft mehrere elektronische Geräte zusammen an einer Steckdose wie etwa Computer mit Monitor, Scanner, Drucker, Lautsprecherboxen oder auch Fernseher und Festplatten-Rekorder oder Hi-Fi-Anlagen. Dort kann der Einsatz von automatischen, so genannten Master-Slave-Steckdosenleisten sehr sinnvoll sein. Schaltet man das Hauptgerät (den Master) aus, zum Beispiel den Computer, trennt die Steckdosenleiste alle anderen angeschlossenen Geräte (die Slaves) vollständig vom Stromnetz. Das vermeidet unnötige Stromkosten. Denn viele Geräte verbrauchen einiges an Strom, selbst wenn sie im Stand-by-Zustand "warten" oder scheinbar aus sind. Manche dieser intelligenten Steckdosenleisten schalten schon im Ruhezustand des Hauptgerätes die anderen Geräte ab. Für 45 Euro bekommt man bereits drei Master-Slave-Steckdosenleisten.

Durchflussbegrenzer einbauen

Warmwasser mit Strom zu erzeugen ist teuer. Umso mehr kann man aber sparen, wenn ein Haushalt auf elektrische Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer angewiesen ist. Der Trick: Einfach mit Durchflussbegrenzern (Strahlreglern) die durch die Leitung fließende Warmwassermenge verringern. Trotzdem erscheint der Wasserstrahl in aller Regel kräftig genug. Der Komfort bleibt gleich, nur die Stromkosten sinken. Strahlregler kosten nur wenige Euro (ein Set beispielsweise zwölf Euro) und sind einfach auf die Armaturen aufzuschrauben. Für Duschen gibt es alternativ auch Wassersparduschköpfe. Man bekommt sie bereits für 25 Euro. Einige mischen Luft in den Wasserstrahl, sodass dieser fülliger erscheint. Mit der Wasserspartechnik kann man die Kosten für Warmwasser um nahezu die Hälfte verringern. Durchflussbegrenzer lohnen sich übrigens auch bei einer Wassererwärmung mit Gas oder Öl.

Heizungspumpe niedriger stellen

Viele der eingesetzten Heizungsumwälzpumpen sind von ihrer Leistung überdimensioniert und verbrauchen daher unnötig viel Strom. Häufig kann man deren Leistung mit einem eingebauten Schalter verändern. Da oftmals die höchste Leistungsstufe eingestellt ist, lohnt es sich, die Pumpe in Augenschein zu nehmen und die niedrigste Leistungsstufe zu wählen. Diese reicht bei Etagenheizungen oder kleineren Häusern ohne Fußbodenheizung meist schon aus. Die Umwälzpumpe transportiert dann immer noch genügend heißes Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Falls dort nicht mehr ausreichend Wärme ankommt, kann man die nächsthöhere Leistungsstufe ausprobieren.

Warmwasserpumpe zeitlich regeln

Eine Zirkulationspumpe lässt ständig das heiße Wasser zwischen dem Heizkessel und den Zapfstellen zirkulieren. Das sorgt dafür, dass aus Dusche und Wasserhahn sofort heißes Wasser kommt. Dieser Komfort benötigt Strom, ist aber oftmals nicht rund um die Uhr nötig. Bei moderneren Zirkulationspumpen lassen sich die Betriebszeiten direkt an der Pumpe einstellen, sodass zum Beispiel die Pumpe nur einmal stündlich für fünf Minuten arbeitet und nachts gar nicht. Mit dem Anschluss einer Zeitschaltuhr bekommt man das auch bei Pumpen ohne Zeitsteuerung hin, sofern die Pumpen an eine Steckdose angeschlossen sind. Zeitschaltuhren bekommt man bereits für rund fünf Euro.

Warmwasserspeicher abschalten

Vor allem dort wo noch alte Untertischgeräte zur Warmwasserspeicherung angebracht sind, ist es sinnvoll, den Bedarf an heißem Wasser zu prüfen: Wie oft und zu welchen Zeiten wird überhaupt Warmwasser benötigt? Man kann die Geräte probehalber auf eine niedrigere Stufe einstellen oder ganz abschalten. Benötigt man nur zu bestimmten Zeiten und nicht ständig warmes Wasser, hilft eine Zeitschaltuhr, um hier Strom und Geld zu sparen. Alternativ ermöglicht eine Fernsteuerung am Untertischgerät (zum Beispiel der so genannte Thermo-Stop), nur dann kurz aufzuheizen, wenn tatsächlich warmes Wasser gebraucht wird. Zeitschaltuhren gibt es bereits für rund fünf Euro.

Kühltemperatur optimieren und Abstand halten

In Kühlschränken genügen sieben Grad Celsius, um Lebensmittel und Getränke ausreichend zu kühlen. Bei Gefriergeräten sind es Minus 18 Grad. Leicht verderbliche Ware wie Fleisch oder Fisch lagert man im Kühlschrank im untersten Fach, das immer am kältesten ist. Kühlgeräte sollten von Wärmequellen wie Herd oder Heizkörper möglichst weit entfernt aufgestellt sein und die eigene Wärme an der Geräterückseite gut abgeben können. So erreichen sie die nötige Temperatur mit weniger Strom. Thermometer zum Einstellen und Überprüfen der Temperatur kosten oft schon weniger als zehn Euro.

Energiesparoptionen des Computers nutzen

Jeder Computer ermöglicht es, über die Systemsteuerung die Energieoptionen zu ändern. So kann man einfach den vom Hersteller vorgegebenen Energiesparmodus wählen. Dann verringert etwa der Bildschirm schneller seine Helligkeit oder schaltet ab, wenn der Computer mehrere Minuten nicht verwendet wird und der Rechner geht eher in den Ruhezustand. Das spart bis zu 90 Prozent Strom und gestattet es bei Laptops, länger mit einer Akkuladung auszukommen. Der Energiesparmodus lässt sich mit einigen Klicks an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Helligkeit am Fernseher verringern

Je größer der Fernseher, desto höher ist in der Regel sein Stromverbrauch. Gerade bei großen Geräten kann man mit etwas weniger Helligkeit und Kontrast Strom sparen, ohne auf ein gutes Bild verzichten zu müssen. Denn bei den Geräten sind oft Helligkeit und Kontrast vom Hersteller unnötig hoch eingestellt, um auch in den hell erleuchteten Elektronikmärkten aufzufallen. Viele Geräte bieten für die ausreichende Einstellung von Helligkeit und Kontrast einen Stromsparmodus an.

Quelle: BMU www.bmu.de